Der Stadtverband DIE LINKE nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die SPD wie auch die Grünen verheißungsvoll verkünden, sie würden alle Anstrengungen unternehmen, dass die Ortsumgehungsstraße B56n gebaut werde.
Das entspricht genau unserer immer wieder verlautbaren Forderung und unsere Anstrengungen der letzten Protestaktion am Friedrich Ebert Platz. Leider waren SPD und Grünen nicht anwesend. Zusammen hätten wir sicher die Massen stärker bewegen und die allgemeine Öffentlichkeit stärker auf das Thema lenken können.
Es ist äußerst interessant zu beobachten, wie die Grünen und die CDU in den letzten Tagen ihre Regierungen rigoros schützen und der jeweils anderen Koalition die Schuld in die Schuhe schieben wollen.
Fakt ist: Der Bund hat die finanziellen Mittel gekürzt, das Land NRW kann jedoch die Entscheidungen fassen und die Ortsumgehung mit den verfügbaren Mitteln bauen lassen. Die Dürener Parteien SPD/GRÜNE und CDU sprechen von notwendigen Kämpfen, aber wie sehen diese Kämpfe aus? Die Presse als Medium der Schuldschieberei zu benutzen, ist für die Anwohner wenig hilfreich.
DIE LINKE bleibt deshalb nicht stehen, sondern wird am 26. März um 11 Uhr in der Dürener Innenstadt schräg gegenüber der Bäckerei Oebel einen Info Stand veranstalten. Bei diesem werden alle interessierten Bürger weiter zur Sachlage um die Umgehungsstraße informiert, und wir hoffen, dass uns viele Bürger weiterhin tatkräftig unterstützen, indem sie bei der Unterschriftenaktion mit agieren, um klar zu machen, dass die Dürener Bewohner gegen Rekordverschmutzung stehen und die leichtfertige Gefährdung der eigenen Gesundheit nicht tatenlos in Kauf nehmen. Zur Unterstützung wird ebenfalls der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko anwesend sein, um auch Bürgern Rede und Antwort zu stehen.
An dieser Stelle lädt DIE LINKE alle anderen Parteien ein mitzumachen. Diese Sache muss wie schon von der SPD und Grünen angeführt, über die Parteigrenzen hinweg bearbeitet werden. Es ist ein Kampf für die Anwohner und der Umwelt aber soll kein Kampf zwischen Parteien sein.
Der Stadtverband DIE LINKE mit der Unterstützung des Kreisverbandes Düren hat am 26.02.11 eine erfolgreiche Protestaktion an der Euskirchener Straße, Schoellerstraße, nämlich am Friedrich Ebert Platz durchgeführt, bei der ein Protest gegen die hohen Emissionswerte und den Nicht-Bau der dringend notwendigen Umgehungsstraße kundgetan wurde. Zahlreiche Bürger und Anwohner der Gegend solidarisierten sich mit der Aktion und freuten sich, dass endlich eine Partei die Probleme vor Ort wahrgenommen habe und sich gegen diese nicht mehr tragbaren, gesundheitsschädigenden Zustände wehre.
Fassungslos mussten wir wahrnehmen, wie uns Anwohner erzählten, dass sie stetig unter Atembeschwerden leiden. Auch sei eine Fensteröffnung der Wohnungen während des regulären Verkehrs nicht vorstellbar, Fenster sind vollbedeckt von täglichem Schmutz, der sich durch den pausenlosen Verkehr an den Fenstern, Haustüren und Wänden ansammelt (siehe Bild in der Anlage).
Nicht nur für ältere, sondern auch junge, heranwachsende Menschen plagen unter den überproportional erhöhten Luftverschmutzungswerte, die ein nachhaltig gesundes Leben massiv einschränkt.
Laut geltenden EU- Recht ist die Stadt Düren bzw. die Bezirksregierung verpflichtet innerhalb von zwei Jahren Abhilfe zu schaffen. Die Frist hat am 01.01.2010 begonnen und endet am 31.12.2011. Es ist mehr denn je fraglich, ob z.B. eine geplante Umgehungsstraße gebaut wird. Falls der Luftreinhalteplan nicht realisiert werden könne, so der Stadtverbandsvorsitzende Niko Theodoridis, dann werden wir klagen und wir wollen alle Dürener Bürger animieren an unserer Unterschriftenaktion mitzumachen, um ein sauberes und gesundes Düren jetzt und nicht in fünf Jahren zu erreichen. Wir werden demnächst in Info-Stände die interessierten Bürger weiter zur Sachlage informieren, und wir hoffen, dass uns viele Bürger weiterhin tatkräftig unterstützen.