Rückblick auf die Kundgebung zum Erhalt der Villa Buth
Mit einem überparteilichen Bündnis standen wir am 29.03. als Die Linke und Linksjugend ['solid] in der Jülicher Fußgängerzone für den Erhalt der Villa Buth und den Ausbau zu einem richtigen Gedenkort für die Verbrechen der Nazi-Zeit ein.
Wir bedanken uns besonders bei Herrn Heinz Spelthahn, Vorsitzender der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e. V., der seit fast 30 Jahren für den Erhalt der Villa Buth arbeitet, und Frau Sigrid Neffgen, Architektin, die sich mit der Villa Buth als Baudenkmal in ihrer Master-Arbeit beschäftigt hat, für ihre fundierten Redebeiträge.
Gerade in der heutigen Zeit, in der der Rechtsextremismus wieder stärker wird, müssen wir ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Hass und Menschenfeindlichkeit, gegen Rassismus und Antisemitismus setzen.
Dass uns die Polizei ausgerechnet den Ort in der Stiftsherrenstraße direkt neben einer Baustelle zugewiesen hat, obwohl auf dem Kirchplatz genug Raum für unsere Kundgebung gewesen wäre - geschenkt. Wir haben auch so eine Menge Leute mit unserer wichtigen Botschaft erreicht. Und viele haben sogar zum ersten Mal von der Villa Buth gehört - was nochmals zeigt, dass wir dringend eine bessere Erinnerungskultur brauchen.
Denn die Villa Buth war nach dem Stand der Forschung das erste "Judenhaus" in ganz Deutschland. Noch vor der Wannseekonferenz wurden hier jüdische Personen aus der Region interniert, die dann später ins KZ deportiert wurden. Diese Verbrechen dürfen wir niemals vergessen! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!



