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Für den Erhalt der Kommende Siersdorf
(Aldenhoven) Den heutigen Tag des Offenen Denkmals nutzten wir, um die Kommende Siersdorf zu besichtigen. Für ihren Erhalt sorgt ein Förderverein, der seit langem nach einer Nutzung für das leerstehende Schloss sucht.
Entstanden ist die Kommende bereits im Mittelalter, nachdem der Deutsche Orden den Ort Siersdorf als Geschenk erhalten hatte. Aus Dankbarkeit. Denn während des Fünften Kreuzzuges pflegten Brüder des Ordens den Grafen von Jülich wieder gesund, der sonst wohl an der Malaria verstorben wäre. Nach und nach dehnte der Orden seinen Besitz im Gebiet der heutigen Gemeinde Aldenhoven aus, besonders in Dürboslar und Schleiden. Aber er besaß auch Land in Welz, das jetzt zur Stadt Linnich gehört, und hatte starke Verbindungen nach Setterich. Ab 1578 wurde die Anlage im Stil der Renaissance umgebaut. 1607 entstand der „Große Hof“ oder Schleipenhof – auf dem unser Landtagskandidat Stefan Holz seit einigen Jahren lebt. „Ich wohne quasi in der Kommende.“, so Holz mit einem Augenzwinkern. „Natürlich nicht im Schloss, sondern auf einem der beiden Bauernhöfe. Da wo gearbeitet wurde. Für mich als Historiker ein Zuhause wie gesucht und gefunden.“
Das Schloss indes ist nicht bewohnt. Der ehemalige Sitz der Herren von Siersdorf, der durch den Orden eingesetzten Komture (vgl. „Kommandeure“), wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Die Ruine wird durch den Förderverein erhalten, wobei ihn das Land NRW und der Bund unter die Arme greifen. Doch eine Sache fehlt seit Jahren: Eine dauerhafte Nutzung. Denn sonst stehen den Kosten für den Erhalt leider keine Einnahmen gegenüber.
Aus diesem Grund hatte der Förderverein Kommende Siersdorf e.V. auch dieses Jahr wieder alle Interessierten zu Führungen durch das Herrenhaus eingeladen. Für den Vorstand haben dies Guido von Büren sowie Willi Dickmais übernommen. Unterstützt wurden sie hierbei von der „Bannerwache“, einer Gruppe von Reenactment-Darstellern aus Dortmund, die sich auf den Deutschen Orden spezialisiert haben. Hierbei wurden live die Ausrüstung und Lebensweise der Ordensbrüder vorgeführt. Von Helm und Lanze, bis hin zu chirurgischem Werkzeug für das Spital.
Besonders gefreut hat uns allerdings, dass zwei Studierende der RWTH Aachen ihre Masterarbeit der Erstellung eines Nutzungskonzeptes für das Herrenhaus widmen. Dazu haben sie eine Umfrage erstellt, die online hier zu finden ist. Beteiligen können sich hierbei alle, die Ideen für eine künftige Nutzung des Gebäudes haben. In diesem Sinne ermutigen wir jeden an der Umfrage der beiden Studierenden teilzunehmen.








