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Demostration gegen NATO-Übung Steadfast Noon 2026

Aktionsbündnis „atomwaffenfrei jetzt“

Über unseren Köpfen soll erneut der Ernstfall geprobt werden: Beim bevorstehenden Militärmanöver Steadfast Noon 2026 wird das Szenario eines Atomkriegs über Europa geübt. Die Bundeswehr will Mitte Oktober 2026 dabei üben, die in Büchel lagernden Atombomben an Tornado-Kampfjets zu montieren und sie in den Einsatzzielen abzuwerfen. Das Manöver findet europaweit mit Beteiligung der USA, aller NATO-Staaten der „nuklearen Teilhabe“ und weiterer NATO-Staaten statt.
Schweigen ist keine Option mehr. Es ist dringlich, aktiv zu werden. Setzen wir gemeinsam ein unüberhörbares Zeichen für die lückenlose Abschaffung aller Atomwaffen.
Beteiligt Euch deshalb an der Protestaktion am 17.10. in Nörvenich (Aufruf-Text unten). Wir treffen uns zur Symbolzeit um „Fünf vor Zwölf“ zur Demonstration am Kriegsflugplatz und ziehen von dort zur Kundgebung am Schlossplatz (13:30–15:00 Uhr). Ein Shuttle von Düren nach Nörvenich steht zur Verfügung.

Hier ein Auszug aus dem Aufruf:
In der derzeitigen krisenhaft zugespitzten Situation ist dieses Manöver besonders verwerflich! Der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran sollte dessen Atomrüstung durch Bombardierungen verhindern, obwohl darüber aussichtsreiche Verhandlungen im Gange waren. Im Mai endete die Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag ergebnislos, auch weil die Atommächte ihrer Vertragsverpflichtung zu atomarer Abrüstung nicht nachkommen. Neben der „nuklearen Teilhabe“ mit den USA beginnen Deutschland und weitere EU-Staaten eine nukleare Kooperation mit Frankreich. Sogar eine deutsche Atombombe wird erwogen! – Ein Krieg zwischen Russland und der NATO wird von den politisch Verantwortlichen vorausgesagt. Statt auf Diplomatie und Verständigung zu setzen, wird Kriegstüchtigkeit gefordert. Milliarden Euro sollen in neue Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen gesteckt werden – Soziales, Gesundheit, Bildung, Alters- und Pflegesicherung bleiben auf der Strecke. Die Wehrpflicht wird schrittweise wiedereingeführt. Dieser absurden Politik Richtung Krieg wollen wir uns widersetzen!
Weltweit gibt es über 12.000 Atomwaffen, davon sind über 4.000 sofort einsatzbereit. Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im „Ernstfall“ einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegenwärtig nuklear auf und „modernisieren“ ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt ca. 119 Mrd. US-Dollar (USA: 69,2 Mrd.). In Büchel wird die neue B61-12-Atombombe stationiert, die endfluggesteuert noch treffgenauer eingesetzt werden kann. Dafür wurden für rund 10 Milliarden Euro 35 neue Tarnkappen-Atombomber vom Typ F‑35 von den USA gekauft. Die derzeitigen Trägersysteme – die Tornado-Kampfjets – werden zur Zeit von Nörvenich nach Büchel zurückverlegt. Der Umbau des Fliegerhorstes Büchel für über zwei Milliarden Euro ist fast abgeschlossen. Nörvenich bleibt dennoch in das Manöver involviert: die dort stationierten Eurofighter waren schon mehrfach an Steadfast Noon beteiligt.

Wir fordern vom deutschen Bundestag und der Bundesregierung:
- Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver Steadfast Noon 2026
- Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der „nuklearen Teilhabe“
- Keine neuen europäischen Atomwaffen-Kooperationen
- Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
- Eintreten für ernsthafte Verhandlungen über vollständige nukleare Abrüstung

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